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Leistung verdient Anerkennung

Leistung kann Arbeit sein, also Erwerbsarbeit, Geld verdienen. Es kann aber auch die Pflege eines Angehörigen sein. Es kann das Aufziehen eines Kindes sein, aber auch ehrenamtliches Engagement. Egal, ob im Verein, in der Schule, in der Kita oder in der Nachbarschaft. In einer Bürgerinitiative oder auch in der Partei. Als berufstätige Mutter weiß ich selbst, was es bedeutet Beruf, Familie und Ehrenamt unter einen Hut zu bekommen. Und ich weiß, viele erleben das tagtäglich selbst. 

Dabei ist schon jeder einzelne Bereich für sich einer, in dem wir etwas leisten. Jeder Bereich für sich verdient Anerkennung. Und in meinen Augen ist es eine wichtige Aufgabe des Staates, dafür zu sorgen, dass diese Vereinbarkeit auch gelingen kann. Es ist wichtig, Menschen, die etwas leisten, zu entlasten. Etwa durch verlässliche Kitas und OGS-Plätze, gute Schulen und ausreichend viele Pflegeplätze mit genug Personal. 

Lernen für ein ganzes Leben

Viele meinen, das Lernen hört nach der Schule auf. Aber im Grunde fängt es doch dann erst richtig an. Mein Ziel ist, die Schulen und Berufskollegs so auszustatten, dass es würdige und gute Lernorte sind, wo Schülerinnen und Schüler gerne hingehen und Lust haben, etwas mitzunehmen. Dass Lehrkräfte an den Schulen Bedingungen vorfinden, unter denen sie gern arbeiten. Ich habe es bereits erwähnt, Lernen ist nicht nur frühkindliche Bildung in Kita und Schule. 

 

Auch Ausbildung, Umschulung, Fort- und Weiterbildung gehören dazu. Lernen für ein ganzes Leben hat einen hohen Stellenwert. Bei mir war nicht vorgezeichnet, dass ich eine gute Bildung erhalte, aber es hat sich bei mir jemand eingesetzt. Für mich eingesetzt. Meine Eltern, engagierte Lehrkräfte, aber auch eine starke Sozialdemokratie in meiner Heimatstadt haben dazu beigetragen, mir diese Chancen zu ermöglichen. 

 

Es darf nicht vom Zufall oder guten Willen einzelner Eltern abhängen, ob Kinder in den Genuss guter Bildung kommen oder nicht. Sondern gerade dort, wo Eltern oder das eigene Umfeld es nicht leisten können oder wollen, ist es wichtig, dass ein Staat, dass ein Land, sich dafür verantwortlich fühlt. 

Bauen, wie es zu uns passt

Wir brauchen in Marl und Herten passenden Wohnraum:

    • für Alleinstehende, Paare und Familien
    • für Wohngemeinschaften
    • für ältere Menschen
    • für Azubis und Studierende
    • für Menschen mit Behinderungen
    • kurzum für ALLE

Wir brauchen Wohnungen, die barrierefrei oder zumindest barrierearm sind. Und das zu einem Preis, der zum eigenen Geldbeutel passt. Ich weiß, dass wir, obwohl wir gleiche Bedarfe haben, in Herten und Marl unterschiedliche Voraussetzungen vorfinden. Auch müssen wir schauen, wie wir mit den begrenzten Ressourcen umgehen. Wo wir Bestandsimmobilien ertüchtigen und vielleicht sogar um eine Etage erweitern können. Wo wir Baulücken haben. Oder wo wir alte Gebäude, die sich in einem schlechten Zustand befinden, abreißen können, um neuen Wohnraum zu schaffen. 

 

Marl hat mit der Neuma eine eigene kommunale Wohnungsbaugesellschaft. Das ist ein starkes Pfund. Unsere SPD-Kreistagsfraktion hat sich "Wohnen, wie es zu dir passt" auf die Fahnen geschrieben. Damit dies gelingt, hat sie die Gründung einer Kreiswohnungsbaugesellschaft beantragt. Als Ergänzung zu bereits bestehenden Angeboten. Und um Städten wie Herten, die dies nicht haben, dabei zu unterstützen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Diese Initiative will ich als Landtagsabgeordnete in Düsseldorf ausdrücklich unterstützen. Wir brauchen landesweit abgestimmte Initiativen, damit wir bauen, wie es zu uns passt. Damit du wohnen kannst, wie es zu dir passt. Indem unsere Kommunen mehr Gestaltungsspielräume bei der Flächenentwicklung erhalten. Indem wir handlungsfähige kommunale Wohnungsbaugesellschaften aufbauen und unterstützen. Indem ich mich dafür einsetze, dass Fördermittel in unserer Region ankommen.

Stolz auf Arbeit. Stolz auf unsere Region

Was ist das, was wir aktuell hören? Menschen haben Angst. Angst davor, ihren Job zu verlieren. Angst davor, ihren Wocheneinkauf oder die Miete irgendwann nicht mehr bezahlen zu können. Sie haben das Gefühl, vergessen zu werden. Menschen haben das Gefühl, dass die eigene Arbeit nichts mehr wert ist. 

Wir können die Menschen nicht mit diesem Gefühl allein zurücklassen. Gerade hier, in der Region der Malocher, sind wir stolz auf die Arbeit, die wir selbst leisten. Viele haben sich hier selbst etwas aufgebaut und sind zurecht stolz darauf. Genau diesen Stolz sollten wir uns bewahren.

Ich werde mich für die Arbeitsplätze, und auch insbesondere unsere Industriearbeitsplätze in Marl und Herten sowie in der gesamten Region, einsetzen. Ich mache mich stark für eine gute Bezahlung und faire Arbeitsbedingungen. Seite an Seite mit den Gewerkschaften. In Zeiten des Fachkräftemangels darf es zudem nicht sein, dass junge Menschen arbeitslos sind oder keinen Ausbildungsplatz finden. Ebenso gilt es, Unternehmen dabei zu unterstützen, Auszubildende zu finden. Ich werde die Transformation, also die Neuentwicklung unseres Industriestandorts, unterstützen, wo ich nur kann. Das bedeutet, ein starkes Eintreten für diese Region. Ich kämpfe für das Ruhrgebiet und die Menschen, die hier leben.

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